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Mehrsprachigkeit – Zukunft und Chancen in NRW

Mehrsprachigkeit – Zukunft und Chancen in NRW

Am 11.12.2018 fand in Kooperation mit der Turkistik-Fachschaft und dem Elternverband Ruhr an der Universität Duisburg-Essen ein Symposium zum Thema „Mehrsprachigkeit in NRW statt, bei der das Hauptaugenmerk auf die Zukunft des Türkischunterrichts gerichtet war.

Referenten unterschiedlicher Fachrichtungen wie Prof. Dr. Hacı-Halil Uslucan, Direktor des ZfT (Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung), Prof. Dr. Sevgi Çıkrıkçı, Prof. Dr. Anja Weiß, Prof. Dr. Yüksel Ekinci sowie Dr. Ahmet Ünalan griffen das Thema „Mehrsprachigkeit“ auf und beleuchteten es aus verschiedenen Perspektiven.

Das Symposium bot eine große Bandbreite an Interessenten: neben Studenten und Wissenschaftlern waren auch interessierte Eltern sowie die Bildungsattachès Doç. Dr. Fikret Arargüç vom Essener Generalkonsulat, Frau Hacer Özdoğan vom Düsseldorfer Generalkonsulat und Herr Necmettin Güler vom Generalkonsulat in Münster zugegen.

Prof. Dr. Hacı-Halil Uslucan stellte im Rahmen seines Vortrages das Projekt „Metropolenzeichen Ruhr“ vor und brachte Beispiele für Mehrsprachigkeit aus dem öffentlichen Raum im Ruhrgebiet. Dabei wurde die kulturelle und sprachliche Vielfalt – insbesondere was gesprochene und geschriebene Sprache betrifft und sich wieder findet – unterstrichen, die im Zuge der Migration sich entwickelte.

Prof. Dr. Sevgi Çıkrıkçı aus dem Fachbereich Fachdidaktik der Universität Duisburg-Essen wies in ihrem Beitrag explizit auf die Relevanz des Türkischunterrichts hin, beschrieb die unterschiedlichen Angebotsformen desselbigen und betonte dabei die Bedeutung des Instituts für Turkistik in Bezug auf den Türkischunterricht. Dabei sprach sie sich für Förderung der türkischen Sprache in Deutschland aus.

Des Weiteren ging die Soziologin Prof. Dr. Anja Weiß in Ihrem  Vortrag auf die Förderung der frühkindlichen Mehrsprachigkeit ein. Sie akzentuierte die Relevanz der zwei- und mehrsprachigen Erziehung an Kitas und Grundschulen.

Die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Yüksel Ekinci stellte ihre Studien zur Zweisprachigkeit vor. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass zweisprachige Kinder, die in ihrer Erstsprache gefördert werden, in der Grundschule bessere Sprachkompetenzen vorweisen und gegenüber ihren Altersgleichen erkennbare sprachliche Fortschritte zeigen würden.

Den Abschluss rundete Dr. Ahmet Ünalan von der Universität Duisburg-Essen ab und unterstrich in seinem Beitrag die Bedeutung der Mehrsprachigkeit sowie des Türkischen im schulischen Kontext. Dabei hob er die Rolle der Migration für die Entwicklung der Gesellschaft in Deutschland hervor, die auch in den letzten Jahrzehnten für erhebliche gesellschaftliche Veränderungen gesorgt hätte. Darüber hinaus betonte er die alltagsweltliche Relevanz des Türkischen - als die in Deutschland am meisten verbreitete Minderheitensprache. Er empfahl mit besonderem Nachdruck die Teilnahme am Türkischunterricht für SchülerInnen. Denn dies bedeute nicht nur eine sprachliche Förderung einer bestimmten Gruppe, sondern sie nähme auch die Funktion der Kompensation  für literarische, musikalische und andere kulturelle Bereiche ein.

Das Symposium fand großen Anklang bei Zuhörern und Gästen, die mit großem Interesse den Vorträgen folgten und für die Zukunft sich mehr Veranstaltungen  dieser Art wünschten / aussprachen.

An der Realisierung des Symposiums wirkten mit: Ayşegül Serpemen, Büşra Şahin, Cemile Tandoğan, Esma Filizer, Gonca Özdemir, Pınar Kara, Senüber Özer, Ülkü Yıldırım, und Zeynep Yeşilyurt und Merve Pazarlı
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Von: Emine Kır – (Almanya Bülteni) – Essen

Benzer Haberler

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